Bern: YB-Trainer Gerardo Seoane äussert sich zu Lewin Blum und Kaly Sène

Der Trainer der Young Boys, Gerardo Seoane, hat sich zum Saisonstart des Teams geäussert und dabei auch die Situation um Spieler wie Lewin Blum und Kaly Sène beleuchtet. Seoane zeigte sich zufrieden mit dem Auftakt, der dem Team sieben Punkte aus den ersten Partien gegen Sion, Thun und Lausanne eingebracht hat. Dieser Start entlaste die Mannschaft und ermögliche es, ohne ständigen Druck, aufholen zu müssen, zu agieren.
Der Kolumnist Lars Lunde, der die ersten Saisonspiele von YB verfolgt hat, sieht ebenfalls Fortschritte. Er merkt an, dass YB besser spielt als in der letzten Saison und die Qualität des Teams höher ist. Mit sieben Punkten aus drei Spielen sei der Start beinahe perfekt gewesen. Lunde hob hervor, dass er sich dennoch Verbesserungen in einigen Bereichen wünscht.
Blum und Zesiger im Fokus
Ein Spieler, der besonders im Fokus steht, ist Lewin Blum. Lunde bezeichnet Blum als seinen Lieblingsspieler und lobt dessen starken Saisonstart. Blum nehme den Kampf um einen Stammplatz gegen Isaac Schmidt an und zeige dabei eine starke Leistung. Seine weiten Einwürfe werden als zusätzliche Waffe für die Offensive von YB hervorgehoben. Lunde betont, dass Blum bei YB bleiben und sich dort durchsetzen sollte, zumal Schmidt auch auf der linken Seite spielen könne und somit Platz für beide Spieler sei.
Lunde äussert Unverständnis, sollte Blum einen Wechsel nach Belgien oder in die 2. Bundesliga anstreben. Als YB-Junior und Publikumsliebling habe er die Chance auf einen Stammplatz. Für Lunde ist klar: Blum muss bleiben. Auch die Fans scheinen diese Meinung zu teilen, wie Kommentare unter dem Artikel zeigen, die Blums Verbleib befürworten und die Vereinsführung auffordern, seine Qualitäten zu erkennen.
Ein weiterer wichtiger Spieler ist Cedric Zesiger, der nach seiner Rückkehr eine gute Leistung zeigt. Lunde beschreibt Zesiger als Leadertyp, der dem Team gefehlt hat. Obwohl er auf dem Platz noch Fehler mache und manchmal zu spät reagiere, gefalle Lunde seine Spielauslösung mit dem starken linken Fuss. Im Duo mit Lauper harmoniere Zesiger derzeit besser als mit Gregory Wüthrich. Zesiger fällt derzeit aus, und Lunde hofft auf eine baldige Rückkehr des Abwehrchefs.
Analyse der bisherigen Spiele und Ausblick
Trotz des guten Starts gab es auch Momente, die Lunde kritisch bewertet. Das 2:2 in Lausanne, bei dem YB eine 2:0-Führung trotz Unterzahl noch aus der Hand gab, sei ärgerlich gewesen. Er merkt an, dass der Platzverweis gegen Edimilson Fernandes möglicherweise auch mit einer Gelben Karte hätte geahndet werden können. Zudem war Lunde mit den Wechseln von Trainer Seoane in der Abwehr nicht ganz einverstanden, insbesondere mit der Einwechslung von Schmidt für Blum.
Der Auftritt beim 6:0-Sieg in Thun wurde als sehr stark bewertet, auch wenn der Gegner in diesem Spiel kein Massstab gewesen sei. Gegen ein stabiles Sion konnte YB auf einen zwischenzeitlichen Ausgleich reagieren und 4:2 gewinnen, wobei Lunde betont, dass eine 2:0-Führung zuhause möglichst nicht mehr hergegeben werden sollte.
Für die kommenden Wochen stehen zwei Heimspiele an. Zunächst trifft YB auf den FC Vaduz. Der Aufsteiger habe in den ersten drei Spielen überrascht, obwohl er ohne Punkte blieb und sich gut zur Wehr setzte. Es fehle dem Team aus dem Ländle jedoch an individueller Qualität. Für YB seien drei Punkte in diesem Spiel Pflicht. Lunde wünscht sich, dass YB wieder zu einer Heimmacht wird. Er ist gespannt, wie sich Dominik Pech als Ersatz für den gesperrten Edimilson Fernandes schlagen wird, da ihm der junge Tscheche sehr gut gefällt und er sich mehr Spielzeit für ihn wünscht.
Eine Woche später folgt das nächste Heimspiel gegen den FC Basel. Obwohl die Basler mit Asane Sow einen Neuzugang haben, der Lunde gefällt, müsse YB die Basler zuhause schlagen, wenn man um den Titel mitspielen wolle, unabhängig davon, wie früh in der Saison es noch ist.
Neben den anstehenden Spielen steht auch der Schlussspurt des Transferfensters bevor. Lunde erwartet noch Bewegung bei YB, insbesondere bei den Abgängen. Er kritisiert die lange Transferzeit und würde das Transferfenster am liebsten Ende Juli schliessen und im Winter von Mitte Dezember bis Mitte Januar öffnen. Lars Lunde schoss 1986 YB zum Meistertitel.

Seoanes Pläne und die Transferphase
Trainer Seoane äusserte sich auch zu seinen Plänen mit Neuzugang Kaly Sène. Die Zufriedenheit des Trainers mit dem Saisonstart der Young Boys ist spürbar. Die sieben Punkte aus den Partien gegen Sion, Thun und Lausanne haben dem Team eine gute Ausgangslage verschafft. Seoane betonte, dass man dank des Starts nicht unter Zugzwang stehe und nicht ständig daran denken müsse, aufholen zu müssen, was er als wichtig erachtet.
Die Transferphase bleibt ein Thema, das die sportliche Leitung vor Herausforderungen stellt. Die Planung sei aufgrund der langen Transferperiode sehr schwierig. Lunde bezeichnet die lange Transferzeit als fürchterlich und schlägt eine Verkürzung vor. Er ist der Meinung, dass der internationale Fussball in dieser Hinsicht jedoch schwer zu ändern sei.
Die Diskussionen um Spieler wie Lewin Blum zeigen, wie wichtig die Kaderplanung für den Verein ist. Während Lunde Blums Verbleib als entscheidend für die Stärke des Teams ansieht, muss die Vereinsführung die Gesamtstrategie berücksichtigen. Die kommenden Wochen werden zeigen, welche Entscheidungen im Hinblick auf den Kader getroffen werden und wie sich dies auf die weitere Saison von YB auswirkt. Das nächste Heimspiel bestreitet YB am Sonntag gegen den FC Vaduz.
Source: nau.ch