FC Thun: Bleibt Fabio Fehr trotz Wechselgerüchten?

Gerüchte um Leistungsträger und Präsident Gerbers Haltung
Der FC Thun sieht sich mit anhaltenden Wechselgerüchten um seine Spieler konfrontiert, obwohl Präsident Andres Gerber weitere Abgänge von Leistungsträgern, insbesondere an direkte Konkurrenten, ausschliesst. Gerber betonte am Dienstag, dass der Verein keine weiteren wichtigen Spieler mehr abgeben werde. Diese Aussage erfolgte, nachdem der Verein bereits mehrere Schlüsselspieler in dieser Saison verloren hat, darunter Valmir Matoshi, der zu Sturm Graz wechselte, und Michael Heule, der sich Heidenheim anschloss.
Trotz Gerbers klarer Haltung halten sich die Spekulationen. Medienberichten zufolge soll Verteidiger Jan Bamert beim VfL Bochum ein Thema sein. Auch Aussenverteidiger Fabio Fehr wird mit einem möglichen Abgang in Verbindung gebracht, wobei der FC St. Gallen, ein direkter Ligakonkurrent, grosses Interesse am 26-Jährigen zeigen soll.

Fokus auf das Rückspiel und Trainer Privitellis Planung
Vor dem Rückspiel in den Europa-League-Playoffs gegen Lech Posen liegt der Fokus des Teams auf der aktuellen sportlichen Situation. Das Hinspiel verlor der Schweizer Meister deutlich mit 0:7 in Polen. Präsident Gerber räumte nach dieser Niederlage in einem Video ein, dass nicht alle Spieler mental vollständig präsent waren.
Trainer Gian-Luca Privitelli äusserte sich vor dem Rückspiel ähnlich und vermutete, dass «etwas im Hinterkopf» der Spieler gewesen sein könnte. Er plant jedoch vorerst mit allen Spielern, die aktuell dabei sind, einschliesslich Fehr. Privitelli erklärte, dass man nie wisse, was der nächste Tag bringe, aber die Planung auch verletzte Spieler fest einschliesse. Die Prozesse des Vereins seien klar: Man wolle jeden Tag besser werden und die Spielidee beibehalten, auch in schwierigen Zeiten.
Fehr selbst äusserte sich auf Nachfrage zu den Wechselgerüchten zurückhaltend: «Ich kann dazu nicht viel sagen. Ich habe den Fokus aufs Hier und Jetzt, und was die Zukunft bringt, werden wir sehen.»
Erwartete Verstärkungen und das Ende des Transferfensters
Privitelli erwartet, dass der Kader noch Verstärkung erhalten wird, insbesondere in der Offensive, um den Abgang von Matoshi zu kompensieren. Er betonte, dass er aktiv in den Transferprozess eingebunden sei und nicht einfach Spieler vorgesetzt bekomme. Das Transferfenster in der Schweiz schliesst am 8. September.
Der Trainer wird voraussichtlich erleichtert sein, wenn die Transferperiode beendet ist und er Klarheit über seinen Kader bis zum Winter hat. Die jüngsten Ergebnisse, einschliesslich eines 0:6 gegen YB und eines 2:4 gegen Basel in der Super League, zeigen, dass das Team nach den vielen Abgängen Zeit benötigt, um sich neu zu finden. Die Mannschaft hat nach dem Rückspiel gegen Lech Posen ein intensives Programm mit 5 Super-League-Partien in 22 Tagen vor sich.
Source: blick.ch