Paris: Ponti nach Brillen-Drama Letzter über 50 m Schmetterling

Enttäuschung im Finale
Bei den Schwimm-Europameisterschaften in Paris hat Noè Ponti im Finale über 50 m Schmetterling den achten und letzten Platz belegt. Der Tessiner erlebte ein Missgeschick, als ihm beim Eintauchen die Schwimmbrille von der Nase rutschte. Dies beeinträchtigte seine Leistung erheblich, und er schlug nach 22,91 Sekunden an.
Ponti äusserte sich nach dem Rennen, dass das Schwimmen mit offenen Augen nicht angenehm sei und er sich eine neue Schwimmbrille suchen müsse, da ihm dies im Rennen schon zu oft passiert sei. Trotz des Vorfalls fühlte er sich vor dem Rennen gut, war motiviert und ruhig.

Der Sieg in dieser Disziplin ging an den Russen Jegor Kornew mit einer Zeit von 22,52 Sekunden. Maxime Grousset aus Frankreich gewann Silber mit 22,54 Sekunden, gefolgt von Grigori Pekarski aus Belarus, der Bronze mit 22,68 Sekunden holte.
Vorbereitung und weitere Chancen
Im Halbfinale hatte Noè Ponti noch überzeugt und war als schnellster Athlet seines Halbfinals mit einer Zeit von 22,53 Sekunden ins Finale eingezogen. Nur Egor Kornew (22,36 Sekunden) und Maxime Grousset (22,49 Sekunden) waren im zweiten Halbfinale schneller als Ponti. Bereits im Vorlauf zeigte er sich in guter Form und schwamm die zweitbeste Zeit mit 22,69 Sekunden, was eine persönliche Saisonbestleistung darstellte und er im Halbfinale nochmals übertraf.
Für den 25-Jährigen war die Zeit im Halbfinale die zweitschnellste über 50 m Delfin auf der Langbahn. Im Jahr 2025 schwamm er die Strecke in 22,51 Sekunden, was zwei Hundertstel schneller war.
Eine weitere Medaillenchance bietet sich Noè Ponti am Donnerstag über 100 m Schmetterling, sofern er die Vorläufe und Halbfinals am Vortag erfolgreich absolviert. In dieser Disziplin gewann er bereits Bronze bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio und Silber bei der WM 2025 in Singapur. Auf der Kurzbahn holte er 2023 in Otopeni Gold und 2025 in Lublin Silber.
Erfolge anderer Schweizer Athleten
Neben Ponti gab es auch gute Nachrichten für die Schweiz: Roman Mityukov und Flavio Bucca qualifizierten sich für den Final über 200 m Rücken. Roman Mityukov, der Olympia-Dritte von Paris 2024, sicherte sich als Dritter seines Halbfinals den Finalplatz. Flavio Bucca, der 21-Jährige, qualifizierte sich ebenfalls überraschend für den Final und verbesserte seine persönliche Bestzeit um fast eine Sekunde auf 1:55,73 Minuten im Halbfinale.
Die Mixed-Staffel über 4×100 Meter Lagen mit Gaia Rasmussen, Gian-Luca Gartmann, Julia Ullmann und Antonio Djakovic erreichte den 16. Rang unter 21 Teams und verpasste den Final der besten acht. Weitere Schweizer Athleten wie Kay-Lyn Löhr, Balint Ashton, Mattia Mauri, Tiago Behar, Robin Yeboah, Gaia Rasmussen und Julia Ullmann schieden bereits in den Vorläufen aus.

Source: srf.ch