London: Arsenal startet mit klarem Sieg in die Premier-League-Saison

Der amtierende Premier League-Meister FC Arsenal hat die neue Saison mit einem deutlichen Sieg eröffnet. Im heimischen Emirates Stadium besiegten die Londoner den Aufsteiger Coventry City mit 3:0. Dieser Auftakt unterstreicht die Ambitionen des Vereins, der nach 22 Jahren in der vergangenen Saison erneut die englische Meisterschaft gewann und damit den 14. Meistertitel für den Klub sicherte.
Die Tore für die Gunners erzielten Kai Havertz in der 15. Minute, gefolgt von Bukayo Saka, der acht Minuten später auf 2:0 erhöhte. Nach der Halbzeitpause traf Arsenals Captain Martin Ødegaard in der 49. Minute zum 3:0-Endstand. Der deutsche Nationalspieler Havertz eröffnete mit seinem Treffer die Mission Titelverteidigung für Arsenal und war der erste Torschütze der neuen Spielzeit. Der Ballgewinn vor dem Führungstreffer wurde durch das hohe Pressing ermöglicht, wobei der ehemalige Düsseldorfer Christos Tzolis beteiligt war. Auch beim zweiten Tor war Tzolis involviert, als Saka eine unzureichende Klärungsaktion des Coventry-Keepers nutzte.
Saisonstart nach Guardiolas Abschied
Der Saisonstart in der Premier League ist von einer Neuausrichtung des Feldes geprägt. Zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt stand Josep Guardiola bei einem Pflichtspiel nicht mehr als Trainer von Manchester City an der Seitenlinie. Sein Abschied markiert eine neue Ära im englischen Fussball, nachdem er und Jürgen Klopp, der Liverpool FC vor zwei Jahren verlassen hatte, die Liga über Jahre dominierten. Die Konkurrenz wittert nun ohne diese beiden Trainer ihre Chance.
Arsenal, das die Phalanx von Manchester City und Liverpool durchbrochen hat, die zuvor acht Meisterschaften unter sich aufgeteilt hatten, geht als Spitzenkandidat in die neue Saison. Auch wenn Manchester City und Liverpool weiterhin zu den Titelanwärtern zählen, sortiert sich das sportliche Feld neu. Manchester United hofft, nach längerer Abstinenz wieder ein ernsthafter Herausforderer zu sein, bestärkt durch den ersten Platz in der Tabelle der vergangenen Rückrunde.
Auch der Chelsea FC und Tottenham Hotspur, die in der Vorsaison fast abgestiegen wären, könnten für Überraschungen sorgen. Die beiden Londoner Klubs haben bislang die höchsten Investitionen in neue Spieler getätigt, wobei Chelsea 375 Millionen Franken und Tottenham 250 Millionen Franken ausgegeben haben. Die Ungewissheit in der Liga wird auch durch die Tatsache verstärkt, dass neun Vereine der Premier League mit neuen Trainern in die Saison starten, so viele wie seit achtzig Jahren nicht mehr.
Trainerwechsel und neue Gesichter
Die durchschnittliche Verweildauer der Erstligatrainer bei ihren Klubs ist auf einem historischen Tiefstand; mehr als die Hälfte der Coaches ist weniger als zwölf Monate im Amt. Drei der historischen „Top Six“ der Liga – Manchester City, Liverpool und Chelsea – haben neue Trainer. Enzo Maresca folgte auf Guardiola in Manchester, Andoni Iraola beerbte den entlassenen Arne Slot in Liverpool, und Chelsea verpflichtete Xabi Alonso.
Auch Manchester Uniteds Michael Carrick und Tottenhams Roberto De Zerbi sind noch nicht wesentlich länger im Dienst. Carrick wurde im Januar als Interimslösung eingestellt, ehe er zum Cheftrainer befördert wurde, und De Zerbi übernahm Ende März. Die Anzahl der englischen Trainer in der Premier League ist ebenfalls gering; nur drei Engländer – Michael Carrick (Manchester United), Frank Lampard (Coventry City) und Gary O’Neil (Ipswich) – sind bei Premier League-Vereinen tätig, wobei Lampard und O’Neil Aufsteiger trainieren.
Das Baskenland ist in dieser Runde mit vier Trainern – Arteta, Alonso, Iraola und Aston Villas Unai Emery – stärker vertreten als England. Inzwischen stammen drei Viertel der Coaches aus Kontinentaleuropa, zudem zwei aus Schottland und Irland. Coventry City, trainiert von Frank Lampard, hatte am Freitag drei ehemalige Bundesliga-Kicker auf dem Platz: Taiwo Awoniyi, Aurele Amenda und Frank Onyeka.
Vor dem Spiel gegen Coventry gab der FC Arsenal die Verpflichtung des englischen Nationalspielers Ezri Konsa von Ligakonkurrent Aston Villa bekannt. Der 28 Jahre alte Abwehrspieler unterschrieb einen langfristigen Vertrag bei den Gunners.
Arsenal hatte bereits im Supercup Manchester City mit 3:0 besiegt, dem ersten Pflichtspiel seit dem Abschied von Pep Guardiola.
Source: tagesanzeiger.ch