Schwägalp-Schwinget: Fabian Staudenmann trifft auf Werner Schlegel

Das diesjährige Schwägalp-Schwinget, das letzte Bergkranzfest der Saison, findet heute statt und dient als wichtiger Gradmesser vor dem Kilchberger Schwinget Anfang September. Insgesamt 90 Schwinger nehmen an dem Wettkampf teil, darunter 18 Eidgenossen. Die Veranstaltung begann um 8.00 Uhr auf den drei Plätzen am Fusse des Säntis.
Im Fokus steht das Duell zwischen Fabian Staudenmann und Werner Schlegel, die bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr aufeinandertreffen. Die beiden waren Co-Sieger des Brünig-Schwingets. Beim Bernisch-Kantonalen im Wankdorf endete ihr Schlussgang gestellt, was Staudenmann den Festsieg einbrachte. In ihren bisherigen neun Duellen konnte Staudenmann dreimal siegen, davon zweimal auf der Schwägalp in den Jahren 2021 und 2024. Schlegel bezwang den Berner bisher zweimal.
Spitzenpaarungen und weitere Berner Schwinger
Neben dem Aufeinandertreffen von Staudenmann und Schlegel gibt es weitere bemerkenswerte Paarungen. Der Bündner Schwingerkönig Armon Orlik tritt gegen den Berner Adrian Walther an. Diese Begegnung endete bisher dreimal gestellt, wobei Orlik zweimal als Sieger hervorging. Eine weitere Spitzenpaarung bildet der Kampf zwischen dem Nordostschweizer Damian Ott und dem Berner Michael Moser. Ihre Statistik ist ausgeglichen, mit zwei gestellten Gängen in zwei Kämpfen.
Weitere Eidgenossen-Paarungen im ersten Gang umfassen Domenic Schneider gegen Romain Collaud, Martin Roth gegen Christian Gerber und Marco Good gegen Michael Ledermann. Auch Andy Signer gegen Lario Kramer, Mario Schneider gegen Severin Schwander und This Kolb gegen Lars Zaugg sind Teil der ersten Gänge.
Die Berner Schwinger zeigten bereits früh Erfolge. Dominik Gasser besiegte Roger Rychen, und Lars Zaugg bodigte This Kolb. Sven Trittibach bezwang Kilian Kolb am Boden, während Patrick Gobeli Gian Maria Odermatt auf den Rücken legte. Insgesamt sind 20 Berner Schwinger auf der Schwägalp vertreten, darunter neun Eidgenossen im 90-köpfigen Teilnehmerfeld.
Wichtigkeit des Wettkampfs und Abwesenheiten
Das Schwägalp-Schwinget ist nicht nur ein Kampf um den Tagessieg und die Kränze, sondern auch eine Gelegenheit für einige Schwinger, sich für die letzten freien Plätze des bevorstehenden Kilchberger Schwingets zu empfehlen. Die Selektion für dieses wichtige Fest wird Anfang nächster Woche bekannt gegeben.
Einige bekannte Namen fehlen bei diesem Wettkampf. Samuel Giger, der siebenfache Schwägalp-Champion, kuriert eine Schulterblessur aus. Auch Matthias Aeschbacher, der nach einem Muskelfaserriss auf dem Brünig eine Pause einlegt, verzichtet auf die Teilnahme, um vor dem Kilchberger nichts zu riskieren. Adrian Klossner ist ebenfalls nicht dabei. Diese beiden werden durch Bernhard Kämpf und Dominik Gasser vertreten.
Gleichzeitig mit dem Schwägalp-Schwinget findet in Mümliswil das Nordwestschweizerische Teilverbandsfest statt, bei dem die Berner Eidgenossen Etienne Burger und Patrick Schenk im Einsatz sind. Die Verteilung der Startplätze bei den Bergfesten, bei denen die Innerschweizer 180 Startplätze und die Berner 120 Startplätze erhalten, wird als Ungleichgewicht angesehen.
Der gebürtige Emmentaler David Aebersold, Betriebsleiter einer Käserei in Zermatt, vertritt die Farben der Südwestschweizer und startete mit einem Gestellten in den Tag. Janos Bachmann und der Berner Routinier Bernhard Kämpf beendeten ihren Gang ebenfalls gestellt. Kilian Kolb und Silvan Trittibach, beides junge Teilverbandskranzer, trafen aufeinander, wobei der Berner Oberländer Trittibach den Thurgauer am Boden bezwang.
Die Favoriten für den Sieg auf der Schwägalp umfassen Armon Orlik, Werner Schlegel, Damian Ott, Michael Moser, Adrian Walther und Fabian Staudenmann.
Source: bernerzeitung.ch