Erfolgreicher Start für Schweizer Duos

Beachvolleyball-EM: Zwei Schweizer Siege und eine Pleite

Erfolgreicher Start für Schweizer Duos

Die Beachvolleyball-Europameisterschaft in Polen hat begonnen, und die Schweizer Teams haben einen überwiegend erfolgreichen ersten Turniertag erlebt. Zwei der drei Schweizer Duos konnten ihre Auftaktspiele gewinnen.

Das Duo Nina Brunner (30) und Tanja Hüberli (33) zeigte einen souveränen Start. Sie besiegten die einheimischen Spielerinnen Zuzanna Michalska und Natalia Okla in zwei Sätzen mit 21:10 und 21:16. Brunner und Hüberli hatten zuvor bereits das Elite16-Turnier in Hamburg gewonnen, was ihnen viel Selbstvertrauen für die EM gab. Hüberli äusserte, dass sie nicht erwartet hätten, gleich im ersten Jahr ihres gemeinsamen Comebacks ein Elite16-Turnier zu gewinnen, und Brunner ergänzte, dass dies alles andere als selbstverständlich sei.

Die beiden Spielerinnen sehen sich wieder in der Weltspitze. Hüberli musste sich nach einer Fussverletzung zurückkämpfen. Trotzdem zeigten sie schnell positive Resultate, darunter einen dritten Platz in Saquarema, Viertelfinals in Brasilia und Gstaad sowie den Sieg in Hamburg. Brunner und Hüberli wurden bereits 2021 und 2023 gemeinsam Europameisterinnen.

Spannung und eine Niederlage

Für Spannung sorgte das Spiel von Joana Mäder (34) und Leona Kernen (21). Nach einem schwierigen Start gegen die Ungarinnen Lilla Villam und Flora Kun bewies das Schweizer Duo Nervenstärke und drehte die Partie. In einem umkämpften Drei-Satz-Krimi sicherten sich Mäder und Kernen den Sieg mit 18:21, 21:13 und 22:20. Vor dem Turnier gab es ein kleines Fragezeichen bezüglich Mäders Fitness, nachdem sie sich in Hamburg den Fuss verstaucht hatte, doch ihr Einsatz wurde nach Tests als möglich erachtet.

Einen Dämpfer zum Auftakt gab es hingegen für die Schwestern Anouk (34) und Zoé Vergé-Dépré (28). Das in der Weltrangliste am besten klassierte Schweizer Duo musste sich den tschechischen Geschwistern Katerina und Anna Pavelkova mit 18:21 und 20:22 geschlagen geben. Die Schwestern Vergé-Dépré zeigten in diesem Jahr eine konstante Leistung mit vier Achtelfinals bei vier Einsätzen auf höchster Stufe.

Ausblick auf das Turnier

Die Schweiz gilt im Beachvolleyball auf europäischer Ebene als Grossmacht. Die Frauen belegen in der ewigen Bestenliste den dritten Platz mit je viermal Gold und Silber sowie zweimal Bronze. In den Jahren 2020 bis 2024 gab es durch verschiedene Schweizer Duos stets eine Medaille, eine Serie, die erst im letzten Jahr endete. Mit dem Erfolg in Hamburg gehören Brunner und Hüberli zu den Medaillenkandidatinnen. Hüberli merkte an, dass andere Teams sie nach dem Gewinn eines Elite16-Turniers sicher auf der Liste für Medaillen haben würden.

Die Pause nach dem Turniersieg in Hamburg war kurz, da das Team bereits am Montag nach Polen reiste. Die EM-Finals finden am Sonntag statt.

Source: blick.ch

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fussball, Super League und internationale Wettbewerbe.