Zürich empfängt Basel zum Klassiker: Ehemalige FCB-Akteure im Fokus

Vorschau auf den Klassiker
Am kommenden Samstag, dem 22. August 2026, treffen der FC Zürich und der FC Basel 1893 im Rahmen der vierten Runde der Brack Super League aufeinander. Das Spiel, das um 20:30 Uhr im Letzigrund stattfindet und live auf SRF zwei übertragen wird, gilt als Highlight des Wochenendes. Für den FC Basel bietet sich die Gelegenheit, den Sieg gegen den Meister zu bestätigen.
Der FCZ und der FCB haben am vergangenen Wochenende ihre Aufgaben im Schweizer Cup unterschiedlich gemeistert. Während sich die Zürcher gegen den Erstligisten Tuggen mit einem knappen 2:1 durchsetzten, gewann Basel gegen Courtételle, ebenfalls aus der 1. Liga Classic, deutlich mit 6:1.
Begegnung mit der Vergangenheit
Für zwei Akteure des FC Zürich ist das Duell mit Basel von besonderer Bedeutung: Goalie Heinz Lindner und Trainer Marcel Koller haben beide eine Vergangenheit beim FCB. Koller war zwischen 2018 und 2020 Trainer in Basel und gewann mit dem Verein im Jahr 2019 den Cuptitel. Lindner stiess im September 2020 zum FCB, kurz nachdem sich der Klub von Koller getrennt hatte.
Lindner, der erst seit der aktuellen Saison beim FCZ unter Vertrag steht, hat bereits Erfahrung im Spiel gegen seinen ehemaligen Verein. Nach seiner Zeit in Basel spielte der 36-jährige Österreicher auch für Sion und YB. Er betonte, dass seine Zeit beim FCB weit zurückliegt und die Verbindung nicht mehr vorhanden sei, da kaum noch Spieler aus seiner damaligen Zeit dort aktiv sind.
Marcel Koller, ein gebürtiger Zürcher, hofft auf einen Sieg mit dem FCZ. Sein letzter Klassiker als FCB-Trainer endete am 14. Juli 2020 mit einem 4:0-Sieg für die Basler. Er äusserte sich zur Bedeutung des Spiels: «Die Fans brennen für dieses Spiel. Wir müssen alles dafür tun, um diese Partie zu gewinnen.»
Stephan Lichtsteiner, Trainer des FC Basel, freut sich ebenfalls auf die Begegnung mit Koller und Carlos Bernegger. Lichtsteiner wurde im Jahr 2003 mit GC unter der Führung von Koller und Bernegger Schweizer Meister. Er hob hervor, dass Koller ihn in die erste Mannschaft holte und Bernegger ihn als Nachwuchsspieler technisch, taktisch und menschlich weiterentwickelte.
Aktuelle Situation der Teams
Der FC Zürich hat aus drei Partien drei Punkte geholt. Diese Punkte resultierten aus einem Heimsieg gegen den Servette FC. Auswärts lief es für die Zürcher bisher weniger erfolgreich, mit einer 1:2-Niederlage in St. Gallen und einer 0:5-Niederlage in Lugano. Auch im Cupspiel gegen den FC Tuggen tat sich der FCZ schwer, gewann aber mit 2:1. Auf heimischem Boden hat der FCZ bisher die volle Punktausbeute erzielt.
Der FC Basel hat zwar bereits sechs Punkte auf dem Konto, konnte aber noch nicht restlos überzeugen. Ein Auswärtssieg im Duell mit dem Erzrivalen könnte das Selbstvertrauen der Basler stärken. Lichtsteiner zeigte sich überzeugt von seinem Team: «Meine Mannschaft hat mit Freude trainiert, ist lernbegierig und geht in den Trainings an seine Grenzen. Daher bin ich überzeugt, dass wir gute Auftritte haben werden.» Er betonte auch, dass der Klassiker emotional ein anderes Spiel sein wird als beispielsweise gegen den FC Thun.
Die Personalsituation beim FC Basel ist angespannt. Jonas Omlin fällt weiterhin aus, um das Risiko einer schwereren Verletzung zu vermeiden. Auch Bennett Hoch, ein weiterer Torwart, ist vorerst nicht einsatzbereit. Des Weiteren stehen Kaio Eduardo Do Nascimento, Coleen Louis und Gabriel Sigua Trainer Lichtsteiner nicht zur Verfügung. Philip Otele wird ebenfalls wegen Rückenproblemen fehlen.
Eine Leserin aus dem Kanton Aargau, Karin Wiedmer, schlägt für den FCB eine offensive Aufstellung mit jungen Spielern vor. Sie erwähnt dabei Koloto und Doucoure, die neben Sow die Zürcher Abwehr schwindlig dribbeln sollen. Die jungen Spieler des FC Basel zeigten bereits im Freundschaftsspiel gegen den FC Barcelona eine unbekümmerte und mutige Leistung, was zu der Erkenntnis führte: «The future is bright».
Das Spiel am Samstagabend wird als Highlight der vierten Runde der Brack Super League betrachtet, da drei weitere Partien aufgrund von Europacup-Einsätzen verschoben wurden. Der Ausgang des Klassikers könnte die Saisons beider Teams nachhaltig beeinflussen.
Source: bazonline.ch