Bern sichert sich Nationalspieler Rubin kurz vor Saisonstart

Der BSV Bern hat kurz vor Beginn der neuen Saison in der höchsten Schweizer Handball-Liga einen bedeutenden Transfer bekannt gegeben. Lenny Rubin, ein Schweizer Nationalspieler, kehrt in die Schweiz zurück und schliesst sich dem Berner Verein an. Dieser Wechsel wurde nur zwei Tage vor dem Saisonstart offiziell.
Rubin, ein Rückraumspieler, war zuvor acht Saisons lang in der deutschen Handball-Bundesliga aktiv. Während dieser Zeit erzielte er für seine ehemaligen Vereine Wetzlar und Stuttgart über 1000 Tore. Seine Karriere begann er einst bei Wacker Thun, bevor er 2018 nach Deutschland wechselte.
Rubins Rückkehr in die Schweiz
Der 30-jährige Rubin unterschrieb beim BSV Bern einen Vertrag für eine Saison. Im Februar war bereits bekannt geworden, dass sich die Wege von Rubin und dem TVB Stuttgart trennen würden. Obwohl er seine Karriere ursprünglich gerne im Ausland fortgesetzt hätte, blickt Rubin nun mit grosser Vorfreude auf die Herausforderung bei seinem neuen Klub in Bern.
Der 2,05 Meter grosse Spieler hat für die Schweizer Nationalmannschaft bereits über 100 Länderspiele bestritten. Seine Erfahrung und seine Qualitäten als Spieler und Mensch werden als grosser Gewinn für das junge Team des BSV Bern angesehen. Der Sportverantwortliche des BSV, Guido Frei, bezeichnete Rubin als einen der erfahrensten Schweizer Rückraumspieler seiner Generation.
Rubin spielte seit 2018 ununterbrochen in der deutschen Bundesliga, zunächst für Wetzlar und ab 2024 für den TVB Stuttgart. Im Juni wurde er offiziell vom Bundesligisten verabschiedet. In den Wochen vor der Vertragsunterzeichnung trainierte Rubin bereits mit der ersten Mannschaft des BSV Bern, um sich ein Bild vom Team und dem Umfeld zu machen.
Vertragsdetails und Zukunftsaussichten
Der Vertrag von Rubin beim BSV Bern läuft bis zum 30. Juni 2027 und beinhaltet eine Klausel. Diese Klausel ermöglicht es Rubin, die Berner dank einer für das Ausland verankerten Ausstiegsregelung bereits vor Vertragsablauf wieder zu verlassen. Die feste Ablösesumme soll knapp unter 100.000 Euro liegen.
In den vergangenen Wochen war Rubin auch ein Thema bei den Füchsen Berlin, die Kontakt zu Rubins Beratern hatten. Der Vizemeister hätte einen halblinken Rückraumspieler in seinem Kader gebrauchen können, um die Belastung in drei Wettbewerben (Liga, Pokal, Champions League) zu verteilen. Die Verantwortlichen der Füchse Berlin, Bob Hanning und Nicolej Krickau, entschieden sich jedoch gegen eine Verpflichtung von Rubin, da er nicht vollständig in das Berliner Anforderungsprofil gepasst hätte, insbesondere aufgrund seiner Schnelligkeit.
Rubin, der für die Schweiz in 103 Länderspielen 398 Treffer erzielt hat, wird nun den Berner Rückraum verstärken. Sein neuer Klub erreichte in der vergangenen Saison das Playoff-Halbfinale. Rubin unterschrieb seinen Vertrag beim BSV Bern für eine Saison.
Source: srf.ch