Wolfsburg besiegt Altglienicke im DFB-Pokal erst im Elfmeterschiessen

Der VfL Wolfsburg, ein Absteiger aus der Bundesliga, hat sich am Montagabend in einem spannenden DFB-Pokal-Spiel gegen den Viertligisten VSG Altglienicke erst im Elfmeterschiessen durchgesetzt. Die Partie, die in Berlin stattfand, sah lange Zeit nach einer möglichen Pokal-Überraschung aus, da der Regionalligist dem VfL Wolfsburg Paroli bot und das Spiel in die Verlängerung zwang.
Nach 90 Minuten stand es 2:2, und nach der Verlängerung 3:3. Die Entscheidung fiel schliesslich im Elfmeterschiessen, das der VfL Wolfsburg mit 9:8 für sich entscheiden konnte, um eine Sensation zu verhindern.
Spannender Spielverlauf mit mehreren Führungswechseln
Das Spiel begann mit einer frühen Führung für den Regionalligisten. Jonas Nietfeld (32) erzielte in der sechsten Minute das 1:0 für Altglienicke, was gleichzeitig das erste Gegentor für Wolfsburg in dieser Saison war. Der Ausgleich für Wolfsburg gelang in der 55. Minute durch den eingewechselten Maximilian Arnold, der aus 28 Metern traf.
Die Freude der Wolfsburger währte jedoch nicht lange. In der 71. Minute unterlief Wolfsburgs Torwart Jakub Zielinski (18) ein Fehler, als er den Ball als letzter Mann an Jonas Saliger (22) verlor, der zum 2:1 für Altglienicke traf. Erneut war es Arnold, der sieben Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit mit einem Freistoss den erneuten Ausgleich zum 2:2 erzielte.
In der Verlängerung kam es zu weiteren dramatischen Szenen. In der 110. Minute unterlief Arnold ein weiterer Fehler, als er einen langen Ball unterlief, was Mehmet Ibrahimi (23) zum 3:2 für Altglienicke nutzte. Die Rettung für Wolfsburg kam drei Minuten vor dem Ende der Verlängerung, als Hauke Wahl (32) eine Hereingabe von Reese zum 3:3 ins eigene Tor beförderte.
Elfmeterschiessen und besondere Begegnungen
Das Elfmeterschiessen war ebenfalls von Spannung geprägt. Wolfsburgs Top-Star Fabian Reese (28) scheiterte als vorletzter Schütze an Luis Zwick (32) unter einem Pfeifkonzert der Zuschauer. Sven Sonnenberg (27) vergab den Matchball für Altglienicke, und als siebter Schütze scheiterte auch Mehmet Ibrahimi (23). Die Entscheidung lag schliesslich bei Kilian Fischer (25), dem Verteidiger des VfL Wolfsburg, der cool blieb und traf.
Trotz des Sieges zeigte der VfL Wolfsburg eine Leistung, die als enttäuschend beschrieben wurde. Es gab kaum Anzeichen für einen Klassenunterschied zwischen dem Bundesliga-Absteiger und dem Viertligisten. Die Mannschaft wirkte zweikampfschwach, offensiv harmlos und ideenlos. Trainer Tobias Strobl (38) musste auf die verletzten Fraser Hornby (26) mit Achillessehnen-Problemen und Robert Glatzel (32) mit muskulären Problemen verzichten. Die Hereinnahme von Arnold nach der Pause war jedoch hilfreich.
Für einige Spieler gab es besondere Wiedersehen. John Brooks (33), der ehemalige US-Nationalverteidiger, feierte nach muskulären Problemen sein Kader-Comeback bei den Berlinern gegen seinen alten Arbeitgeber, den VfL Wolfsburg, für den er von 2017 bis 2022 spielte. Auch für Wolfsburgs Reese war es eine besondere Begegnung, da der Angreifer erstmals nach seinem Wechsel von der Hertha zum VfL nach Berlin zurückkehrte. Im Stadion gab es bei seinen Ballkontakten Pfiffe von den Altglienicke-Fans.
Eine kuriose Begebenheit ereignete sich während der Verlängerung: Die Anzeigetafel im Stadion auf dem Wurfplatz, in Sichtweite des Olympiastadions, konnte keine Minuten über 90 anzeigen. Daher zählte eine Digitaluhr erneut von vorn, und die Zuschauer mussten die genaue Dauer der Verlängerung selbst errechnen. Der VfL Wolfsburg setzte sich letztendlich mit 9:8 im Elfmeterschiessen durch.

Source: bild.de