Monaco: Uefa-Regel verhindert Champions-League-Heimspiele für Liverpool und Inter

Champions League: Uefa-Regel verhindert zwei Knaller-Duelle - BILD

Bei der Auslosung der Champions League am Donnerstag in Monaco werden zwei potenzielle Top-Duelle aufgrund einer neuen Regel der UEFA nicht in der erwarteten Form stattfinden können. Die Regelung betrifft die Ligaphase des Wettbewerbs und soll verhindern, dass dieselben Mannschaften mit demselben Heimrecht drei Spielzeiten in Folge aufeinandertreffen.

Konkret bedeutet dies, dass der FC Liverpool kein Heimspiel gegen Real Madrid austragen darf. In den vergangenen beiden Spielzeiten trafen die beiden Teams zweimal hintereinander an der Anfield Road aufeinander, wobei die Engländer jeweils als Sieger vom Platz gingen. Ein drittes Heimspiel der „Reds“ gegen den Rekordsieger ist nun ausgeschlossen. Die Regel schliesst jedoch ein Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften nicht vollständig aus; ein Duell im Bernabéu wäre möglich. Auch in der K.-o.-Runde könnte es zu einer Neuauflage kommen, da die neue Regel ausschliesslich die Ligaphase betrifft.

Neue UEFA-Regelung und ihre Auswirkungen

Die Grundlage für diese Anpassung findet sich bereits im Reglement der Königsklasse des Vorjahres. Dort heisst es, dass die UEFA-Verwaltung alternative Bedingungen für die Auslosung festlegen und Anpassungen vornehmen kann, um Pattsituationen zu vermeiden oder relevante Einschränkungen zu berücksichtigen, die vom UEFA-Exekutivkomitee getroffen wurden. Für die Saison 2026/27 wurde nun festgelegt, dass ein einzelnes Spiel zwischen denselben beiden Mannschaften im selben Wettbewerb mit derselben Heimmannschaft nicht in drei aufeinanderfolgenden Spielzeiten wiederholt werden darf.

Diese Regelung betrifft nicht nur das Duell zwischen Liverpool und Real Madrid. Auch eine Partie zwischen Inter Mailand und dem FC Arsenal im Giuseppe-Meazza-Stadion ist ausgeschlossen. In der vergangenen Saison sicherten sich die Londoner den Sieg in Mailand. Davor gewann Inter mit 1:0 vor den eigenen Fans. Die neue Regelung soll somit für mehr Abwechslung in den Begegnungen der Ligaphase sorgen.

Die Lostöpfe für die Champions-League-Saison 2026/27
Die Lostöpfe für die Champions-League-Saison 2026/27 Credit: watson.ch

Die Auslosung der Ligaphase der Champions League 2026/27 findet am Donnerstag, den 27. August, ab 18:00 Uhr MEZ statt. Insgesamt nehmen 36 Mannschaften an der Auslosung teil, darunter 29 automatisch qualifizierte Teams sowie die sieben Sieger der Play-off-Runde. Die Teams werden auf vier Lostöpfe verteilt. Jeder Klub erhält in der Ligaphase acht Gegner zugelost, wobei jeweils zwei Gegner aus jedem Topf stammen. Vier dieser Partien finden zu Hause statt, die anderen vier auswärts.

Teilnehmende Teams und Auslosungsdetails

Neben Real Madrid und dem FC Liverpool befindet sich auch der FC Bayern im ersten Lostopf. Borussia Dortmund ist im zweiten Topf vertreten, während RB Leipzig im dritten Topf und der VfB Stuttgart im vierten Topf geführt werden. Die Auslosungen für die Ligaphasen der Europa League und der Conference League folgen am Freitag, den 28. August, ab 13:00 Uhr MEZ.

Seit Beginn der Saison 2024/25 umfassen alle drei Wettbewerbe eine Ligaphase mit 36 Mannschaften. In der Champions League und der Europa League trifft jedes Team auf acht verschiedene Gegner, mit jeweils vier Heim- und vier Auswärtsspielen. In der Conference League hingegen bekommen die Teams sechs verschiedene Gegner zugelost, mit drei Heim- und drei Auswärtsspielen.

Nach den Auslosungen wird der Spielplan der Champions League mit Spieldaten und Anstosszeiten bis spätestens Samstag, den 29. August, bekannt gegeben. Die Spielpläne für die Europa League und die Conference League sollen bis Sonntag, den 30. August, folgen.

Die besten acht Mannschaften der Tabelle ziehen direkt ins Achtelfinale ein. Die Teams auf den Plätzen 9 bis 24 bestreiten die Play-offs der K.-o.-Phase, deren Sieger sich ebenfalls für das Achtelfinale qualifizieren. Mannschaften, die in der Ligaphase auf Platz 25 oder schlechter landen, scheiden aus dem Europapokal aus und wechseln nicht in andere Wettbewerbe.

Source: bild.de

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fussball, Super League und internationale Wettbewerbe.